25.03.2010 | Kompetent beraten - Management in stürmischen Zeiten

Speedcoaching mit acht Referenten konzipiert von der p.i.t. Organisationsberatung

Durch die Krise führen

Beim Workshop im B-max-Club trafen sich Trainer und Gäste zum Erfahrungsaustausch

Sparmaßnahmen, Ängste, Unsicherheit: Wirtschaftliche Krisenzeiten sind für Belegschaft, Inhaber und Geschäftsführung eines Unternehmens eine Herausforderung. Was als Führungskraft in stürmischen Zeiten auf einen zukommt und wie man damit umgeht, war jetzt Thema des Workshops „Managercoaching“ im B-max-Club.

Der Club hatte seine Mitglieder zusammen mit der Berliner Organisationsberatung p.i.t. (siehe Firmenporträt auf dieser Seite) eingeladen, um sich im Tagesspiegel- Gebäude am Askanischen Platz mit erfahrenen Trainern über verschiedene Aspekte des Personalmanagements – speziell in Krisenzeiten – auszutauschen.

Die Gäste des Abends hatten dabei die Gelegenheit, eigene Erfahrungen aus dem Managementbereich zu thematisieren und praktische Tipps zu erhalten.

So ging es am Tisch von p.i.t.- Berater Fridolin Lützelschwab um einen „Klassiker“ der Personalführung – den Umgang mit der krisenbedingten Kündigungswelle in einem Unternehmen. Die Entlassung von zahlreichen Mitarbeitern habe bei den in der Firma verbliebenen Beschäftigten mittelfristig zu einem „Kommunikationsstopp“ mit der Führungsebene geführt, berichtete ein Clubmitglied. Als Chef habe man das Gefühl gehabt, für die Krise mitverantwortlich gemacht zu werden. Dies sei ein typisches Phänomen unter denen, die bleiben, sagte Trainer Lützelschwab. Diese befänden sich in einer Art „Schockstarre“, deren Überwindung Zeit brauche. „Führungskräfte müssen das aushalten“, sagte der Trainer.

Die Rolle von Frauen in Führungspositionen war Gesprächsgegenstand am Nachbartisch. Ein männliches Clubmitglied, das sich die Geschäftsführung mit einer weiblichen Führungskraft teilt, erzählte, dass seine Kollegin bei Verhandlungen mit Männern häufig regelrecht übersehen und nicht als Geschäftsführerin wahrgenommen werde. „Obwohl wir beide anwesend sind, werde nur ich als Chef angesprochen“, sagte das Clubmitglied. Dieses Verhalten hänge damit zusammen, dass in vielen Köpfen immer noch das Bild existiere, Männer hätten einen höheren Rang. „Frauen sollten in solchen Situationen bewusst in Führung gehen und Präsenz zeigen“, riet eine p.i.t.-Trainerin den weiblichen Anwesenden.

Sarah Kramer