22.06.2011 | Ein Abend unter dem Stern.

BERLIN MAXIMAL im Gespräch mit Walter Müller, Direktor der Mercedes Benz Niederlassung Berlin

40 Prozent der Mercedes-Käufer sind Neukunden, haben also bislang keinen Wagen mit dem Stern besessen. Ein Ergebnis, das der Chef der Filiale, Walter Müller, im Businessclub von Berlin Maximal unter anderem auf ein ausgeklügeltes Marketing, die breit gefächerte Produktpalette des Unternehmens und das firmeneigene Marken- und Veranstaltungszentrum Mercedes-Welt am Salzufer in Charlottenburg zurückführte.

Das New Yorker Guggenheim Museum lieferte die architektonische Vorlage für die Berliner Mercedes-Niederlassung. „Der Kunde kommt dort eher zufällig mit der Marke in Berührung und entwickelt keine Schwellenangst“, erklärte Müller den Erfolg seiner Dependance. „Die Bindung zum Produkt ist dann aber umso tiefer.“

Müller ist seit 1996 Direktor der Berliner Niederlassung, kam 1971 als Auszubildender im Vertrieb „zum Daimler“. Der Automobilhersteller warb damals mit dem Slogan „Der schöne schwere Weg“ für eine berufliche Laufbahn in seinem Unternehmen. Das schreckte Müller aber nicht ab. „Ich wollte etwas lernen und gefordert werden“, sagt er rückblickend. Nach seiner Ausbildung kletterte Müller die Karriereleiter im eigenen Unternehmen sukzessive vom Lkw-Verkäufer bis zum Manager hoch. Abgesehen von einem mehrjährigen professionellen „Seitensprung“ zur Konkurrenz BMW ist Müller „seiner“ Marke bis heute treu geblieben, sagt von seiner Arbeit: „Ich habe meinen Traumjob gefunden. Das ist ein Privileg.“

Für die Zukunft von Mercedes und der gesamten Automobilbranche sagt Müller gravierende Veränderungen voraus. „Vor allem die Elektromobilität verändert den Kfz-Handel nachhaltig“, sagt er. „Es wird in Zukunft viele neue Formen der Mobilität geben.“ Eine davon, den von Mercedes produzierten Mietwagen-Smart Car-2-Go, wird es bald auch in Berlin geben – vielleicht schon 2012.

Sarah Kramer